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Haruo Aoki & Motoyoshi Aoki

Vor über 80 Jahren ernährte sich die Familie Aoki vom Reisanbau.

Tomikichi, der Vater des heutigen Farmleiters Haruo Aoki, setzte im Frühjahr mit den Reispflanzen auch Koi Larven in die Felder aus.

Die Koi zu dieser Zeit waren Go Sanke Varietäten.

Der Blutlinie oder Zucht maß man keine höhere Bedeutung bei. Die ausgewachsenen Tiere setzte man zusammen in kleinere Teiche.

Dann wartete man ab, bis sich die Tiere verpaarten und in der Uferregion der Teiche Larven aufkamen.

Diese fing man mit feinen Netzen heraus und brachte sie zusammen mit den Reispflanzen in den Reisterrassen aus. Auch dem Transport der Koi waren Grenzen gesetzt.

Ohne Sauerstoff und Plastiktüten konnte man die Fische nur in Holzkisten transportieren.

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Der Erwerb der Familien wechselte vom Reisanbau über Gemüse zur Koi Zucht und wieder zurück, je nachdem womit diese leichter ihr Geld verdienen konnten.

Haruo Aoki realisierte bald, dass er in Konkurrenz mit den Farmen der Bergregion oder auch mit den großen Zuchtbetrieben im Süden in der Go-Sanke Zucht nicht bestehen konnte.

Seine Idee war es eine neue, eigene Varietät zu kreieren.

Diese Varietät sollte sich grundlegend von den bereits existierenden unterscheiden.

Er setzte auf eine unbeschuppte Haut, die den Vorteil bietet, dass sich die Zeichnung besser abgrenzt und die Farben mit dem scharfen Kiwa besser zur Geltung kommen.

Größter Minuspunkt der Doitsu Varianten ist, dass der seidige Glanz, den gute beschuppte Koi tragen hier nicht zu verwirklichen ist.

Anstelle des seidigen Glanzes versuchte Aoki den metallischen Untergrund der Hikari Varianten zu nutzen und diesen auf die unbeschuppte Haut zu übertragen.

Diese Absicht wirft jedoch ein weiteres Problem auf, da sich das Sumi auf metallischem Grund nur sehr schlecht ausbildet.

Dies ist bei den Varietäten Gin Showa, Gin Utsuri oder Yamatonishiki zu beobachten und ist allgemein bekannt.

Seine Überlegung war es deshalb, das tiefe Schwarz des Kumonryu zu nutzen.

Der Kumonryu ist wie der Matsukawa Bake einer der Ursprungsfische der Nishikigoi Zucht.

Das tiefe, ursprüngliche Schwarz und der reichhaltige Genpool dieser Ur-sprungsvarietät wollte sich Aoki zu nutze machen.

Aus der Verpaarung eines vollständig schwarzen Kumonryu und eines annähernd komplett weißen Kikusui resultierten die ersten Kikukoryu.

Diese Varietät besaß den metallischen Glanz des Kikusui und das tiefe Schwarz des Kumonryu und ist als Ursprung der heutigen Doitsu metallic Koi zu bezeichnen.

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Hieraus entstammen die Varianten Kikukoryu, Ki Kikukoryu und Beni Kumonryu.

Der Erfolgsdruck, der Aoki zu dieser Zucht inspirierte, ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass in Japan der Koi Markt sehr viel anders strukturiert ist als in den Ländern in Übersee.

In Japan ist die Nachfrage nach sehr hochwertigen Koi groß, während Standardqualität oder gute Qualität fast nicht zu verkaufen ist.

Die Aoki Koi Farm wurde über die Jahre aufgebaut von Haruo Aoki, der seine Tiere zu Beginn in einem Wasserbecken im Wohnhaus der Familie hälterte.

Später mietete er sich einige Becken in den Fischhäusern der Kase Koi Farm.

Seit 2001 besitzt er sein eigens Koi Haus, das im Tal hinter Ojia City gelegen ist.

Im Jahr 2005, direkt nach dem starken Erdbeben, erbaute er ein weiteres Gewächshaus in direkter Nachbar-schaft.

Zur Kase Koi Farm verbindet ihn auch heute noch eine tiefe Freundschaft.

Der erwachsene Sohn, Motoyoshi Aoki, wird die Farm sicherlich einmal weiterführen.

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