Harald Bachmann

bei der Koi-Ernte

Koi Experte, Buchautor und Japanspezialist

Nachdem im Midori Magazin vom Herbst 2011 zu lesen war, wie überaus langweilig und stupide Japanreisen ablaufen, möchte ich hier mit Bildern und Berichten den Gegenbeweis antreten. Ich möchte nicht nur die Ikeagen zeigen, sondern auch vom Rahmenprogramm einer solchen Reise berichten. Klar ist das Abfischen, mit bekannten Züchtern, gerade wenn es um die Teiche geht, in denen ihre Jumbos untergebracht sind, die Highlights einer solchen Reise. Aber ich denke, daß jeder auch etwas vom Land, den Leuten und ihren Sitten und Gebräuchen mitbekommen möchte.

Wir starteten von Frankfurt aus nach Seoul, um von dort weiter nach Niigata City zu fliegen. Einerseits ersparte uns diese Route die lange Bahnfahrt von Narita nach Tokyo und raus in die Berge, andererseits wollte ich die Ostküste meiden. Ein Abstand von knapp 300 Kilometern von Niigata nach Fukoshima erschien mir gering genug. Der kleine Flughafen von Niigata war von unserem Hotel in Ojiya aus gut innerhalb einer dreiviertel Stunde Autofahrt zu erreichen und so konnte ich meine übrigen Reiseteilnehmer bequem nach dem langen Flug in Niigata City abholen und ins Hotel bringen. Ich glaube, jeder Japanreisende, der zum ersten Mal diese Reise antritt, ist froh, wenn er direkt nach dem Flug auf ein bekanntes Gesicht trifft und sich um keine weiteres Transportsportmittel bemühen muß.

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Unsere Ankunft in Niigata war am frühen Abend, mit meinen beiden ersten Teilnehmern mußte ich jedoch die kurze 20minütige Bahnfahrt antreten. Niigata – Nagaoka, von hier holte uns mein Freund Tsuyoshi Kawakami (Torazo) mit dem Auto ab. Wir fuhren zu ihm, wo mein Auto bereits für die nächsten vier Wochen bereit stand. Kurzes Umladen, dann fuhr ich uns ins Hotel. Einmal frisch machen und was essen gehen, dann war auch die Anreise überstanden.

Am ersten Tag ging es gleich mit Torazo raus zum abfischen seiner Nisai.