Die Jinbei Koi Farm existiert seit dem Jahre 1960.

Der Ursprung der Jinbei Sanke liegt in den beiden Koi, die das Ölgemälde auf Seite 244 zeigt. Diese Sanke erwarb Hajme Watanabe von Izumia. Bei dem weiblichen Fisch (auf dem Bild der rechte) konnte sich Izumia erinnern diesen von der Torazo Koi Farm erworben zu haben. Bei dem männlichen Sanke versagte die Erinnerung.

Zu schlecht war dessen Farbverteilung. An gute oder ausgezeichnete Fische erinnert sich jeder richtige Koi Händler oder Züchter sofort, nur an die wirklich schlechten erinnert man sich nicht. Dieses Sanke Männchen hatte eine so schlechte Farbverteilung, dass dieses Manko seine gute Körperform und seine hevorragende Rotqualität überschattete. Auch die Sumi Qualität dieses männchens war ungewöhnlich gut.

 

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Hajime Watanabe, Kazumi Watanabe

Eine Eigenart der Nachzuchten dieses besonderen Weibchens war, dass siebzig Prozent der Nachkommen weiblichen Geschlechts waren. Für die Festigung seiner typischen Jinbei Sanke brauchte er lediglich drei Generationen. In den vergangenen Jahren versuchte er immer wieder fremdes Blut in seine Linie einzukreuzen, jedoch scheiterte dieser Versuch immer an der schlechten Qualität der direkten und indirekten Nachzuchten.

Diese Erkenntnis teilen mit ihm auch andere Koi Farmen in Japan. So berichtete auch der Kohaku Züchter Hasegawa, dass er versuchte Jinbei Sanke mit der Sadazo Sanke Linie zu kreuzen, ebenfalls ohne Erfolg. Bis heute hält Jinbei die Qualität seiner Fische auf einem sehr hohen Niveau, ohne jedes weitere Einkreuzen. Trotz ihrer direkten Abstammung sind Jinbei Sanke in der Lage Längen von 85 Zentimeter zu erreichen.

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Sogar Längen von bis zu 90 Zentimeter wären möglich wenn man bei der Selektion der Jungtiere von der absoluten Qualität Abstand nehmen würde und das Augenmerk verstärkt auf deren Wachstumspotential richten würde. Hajme Watanabe geht mit seinen züchterischen Absichten den heroischen Weg lieber einen Ausnahmefisch hervorbringen als viele gute Koi, die für ihn nur Mittelmaß sind.

Bei dem schweren Erdbeben im Oktober 2004 verlor die Farm alle ihre 25 Sanke Zuchtweibchen. Auch die drei Hauptträger der Linie waren unter den Verlusten. Von den großen Farmen der heutigen Zeit, wie Sakai und Momotaro, hält der traditionsbewusste Herr nichts. Er mag keine künstlich hochgepuschten Tiere. Sein Weg ist es die natürliche Kraft der wilden Karpfen in seinen Koi Nachzuchten wieder zu finden.

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