Am Tag zwei waren wir dann bei der Hosokai Koi Farm eingeladen. Das hieß für uns sieben Uhr beim Frühstück, halb acht im Auto. Acht Uhr vor Ort bei Hosokai. Den Teich, den wir heute ernten wollten, kannte ich bereits aus dem Vorjahr. Er weist einen Rest an Randbepflanzung auf, ein schwacher Gürtel aus Binsen ziert seine Ufer.

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Butoo nennt der Japaner eine Fliege, die gerne dort vorkommt, wo Teiche Vegetation besitzen. Ich denke, die Bilder verdeutlichen, wie man nach einer Ernte unter der Anwesenheit von Butoo aussieht. Die Stiche jucken wie Hölle, unsere Altrhein-Schnaken (Stechmücken) sind dagegen harmlos. Jedoch muß ich gestehen, daß sich mit den Jahren ein körpereigener Schutz aufbaut. Während ich früher drei Wochen meinen Spaß mit den Stichen hatte, verheilen sie heute bei mir innerhalb von 48 Stunden. Aber ich kann dennoch gut nachvollziehen, wie es meinen Mitreisenden geht.
Auch nach dieser Ikeage folgte direkt das Sortieren der Koi nach Qualität. Für mich als Händler ist es ein Vorteil, bei so vielen Ikeagen eingeladen zu sein. Ich kann mir direkt einen Eindruck verschaffen, was und in welcher Qualität in den nächsten Jahren von den entsprechenden Farmen angeboten wird. Auch habe ich das Hintergrundwissen, mit welchen Zuchtfischen gearbeitet wurde und wie sich die Nachzuchten entwickeln. Dazu kommt, daß ich die Teiche meiner Kunden in Deutschland kenne und weiß wie sich welcher Fisch bei entsprechender Härte und Wasserbeschaffenheit entwickelt hat oder nicht. Hieraus kann ich schlussfolgern, welche Tiere für den Export geeignet sind und welche nicht.

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