Noch am selben Tag war oben in Yamakoshi ein Stierkampf angekündigt. Beim japanischen Stierkampf drücken zwei Stiere gegeneinander, der stärkere gewinnt. Die Arena ist mit einem Lehm-Sandgemisch gefüllt, das vor dem Kampf angefeuchtet wird. Dies symbolisiert das Reisfeld. Der japanische Stierkampf ist daraus entstanden, das Reisbauern nach getaner Arbeit ihre Nutzstiere, die zum Pflügen der Reisterrassen eingesetzt wurden, gegeneinander antreten ließen. Wie es in Japan und Asien üblich ist, auch eine tolle Gelegenheit zu wetten und den Arbeitstag laut und feuchtfröhlich ausklingen zu lassen. Die Stiere vertreten auch heute noch zwei Lager oder Ortschaften. Diese sind an ihren Farben im Kopfschmuck der Stiere zu erkennen. Auch die um die Stiere herum stehenden Treiber gehören diesen beiden Mannschaften an. Laut werden die Tiere angefeuert und nicht immer ist für den außenstehenden Beobachter ersichtlich, welcher Stier denn jetzt gewonnen hat. Das feuchtfröhliche Treiben hat sich auch in unsere heutige Zeit gerettet und bevor man mit seinem Stier in die Arena geht, wird erst mal im Kollektiv eine Flasche Sake gekippt. Das dient wohl auch dazu, den Mut noch etwas zu stärken. Jedenfalls ein Ereignis für jeden Japantouristen.

Diese Kämpfe und die Haltung der Stiere sind nicht mit denen in Spanien zu vergleichen.
Sie sind für die Japaner wie ein Familienmitglied und werden zu Showzwecken auch nicht getötet.
Das bisschen Gerangel, was eher einer Beschnüffelung gleichkommt, ist eher eine willkommene Abwechslung für die Tiere.