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Züchter

Urakawa Koi Farm

Tsuyoshi Kawakami

Torazo

Nach dem Vornamen des Urgroßvaters, Torazo, ist die Farm zwar benannt, dieser züchtete aber noch keine Koi.
Die Koi Zucht begann erst um das Jahr 1917, wie es das Firmenschild am Glashaus der Torazo Koi Farm stolz zeigt.
Der Großvater, Tarakichi Kawakami, züchtete in den Wasserreservoiren seiner Reisfelder Koi.
Nach dem Schlüpfen entließ er die Larven in die Reisfelder.
Torakichi Kawakami war der erste Züchter, der Sanke mit roter Zeichnung hervorbrachte.
Die Torazo Sanke waren die ersten Tiere, die den heutigen Sanke glichen.
Vor diesem Zuchterfolg war das Rot der Sanke lediglich ein Gelb mit schlecht definiertem Sashi und Kiwa.
Die rote Farbe heraus zu züchten gelang Kawakami, genau wie Kobayashi bei seiner roten Showa Linie, durch das Einkreuzen eines Tomoin Kohaku.
Der männliche Sanke, der mit dem Tomoin Weibchen verpaart wurde, stammte von der Torazo Koi Farm.
Aus der ersten Nachzuchtgeneration dieser Sanke stammte auch das Sanke Weibchen, das Jinbei über Izumia erwarb und den Ursprung der Jinbei Blutlinie bildet. (siehe auch Jinbei )

Von 1988 bis 1991 verbrachte der damals achtzehnjährige Tsuyoshi seine Lehrzeit bei einem sehr renommierten Koi Händler mit Namen Kinsuien in Fukuoka.Dieser vermittelte ihm das Wissen, auch bei anderen Koi Farmen gute Tiere bis hin zur Tategoi Qualität zu selektieren.Kinsuien selbst verbrachte seine Lehrzeit, bei der Torazo Koi Farm, wo er sein Wissen über Zucht und Aufzucht von Koi vom Vater Hiroshi Kawakami erlangte.Kinsuien belieferte die japanische Eliteder Koi Sammler. Seinem Haltungsbecken entstammen viele Kokugyo Preisträger und Grand Champions der Shinkokai.Die heutigen Koi Linien der Torazo Koi Farm setzen sich wie folgt zusammen:Die Showa entstammen einer Verpaarung aus einem Ueno Showa Weibchen mit einem männlichen Showa der Nogami Koi Farm, der die Dainichi Linie vererbt.Seit 1995 züchtet der Sohn Kohaku mit einem Dainichi Kohaku Weibchen, verpaart mit Männchen der Murata Linie.



Tomezo

Heute wird ein rot-weißer Koi als Kohaku bezeichnet. In den Zeiten des Gründers der Farm, Tomezo Mano, war ein rot-weißer Koi ein Sarasa. Das Wort Sarasa findet auch heute noch bei Goldfischen Verwendung, wobei alle Goldfische, gleich welcher Varietät, die eine rot-weiße Zeichnung zeigen als Sarasa bezeichnet werden. Man züchtete damals, in der Gründungszeit, als Dorfgemeinschaft. Die Sarasa aller Dorfbewohner wurden gemeinsam in einen Dorfteich gesetzt. Diese laichten ab und man fing die freischwimmenden Larven in der Uferregion ein und verteilte diese auf die Reisfelder der einzelnen Koi Besitzer. Heute führt Eizaburou den Ursprung seiner Kohaku auf eine Verpaarung zwischen einem Gosuke Weibchen und einem Sankurou Männchen zurück.


  • Die Farm verfügt über
  • > 15.000 Quadratmeter Zuchtgebiet und
  • > 35.000 Quadratmeter Mudponds.
  • Man produziert
  • > 30.000 Tosai
  • > 2.000 Nisai
  • > 300 bis 400 Sansai.
  • Ein Foto von Tomezo Mano existiert heute leider nicht mehr, da
  • das Wohnhaus der Familie dem Erdbeben zum Opfer fiel und vollständig ausbrannte.

    Der Ursprung der Sankurou Linie war die Kyubei Kohaku Linie und deren Ursprungsgebiet ist Iwamagi. Die Verpaarung dieser beiden Linien nahm Sankurou auf seiner eigenen Farm vor. Die Larven erhielt dann Tomezou zur weiteren Aufzucht.Die Kohaku der Tomezou Koi Farm sind heute die vierte Generation dieser Paarung.

    Heute züchtet die Farm mit 3 Verpaarungen Kohaku1 Paar Matzuba

  • Paar Shusui
  • Paar Kin Showa


    Mit der Zucht von Shusui begann man vor 20 Jahren. Das Weibchen stammte aus der Toyama Region und das Männchen von der Jurosuke Koi Farm (Kawakami). Kin Showa züchtet man auf der Farm seit 13 Jahren. Auch diese Varietät stammt aus dem Gebiet Iwamagi. Die Kin Showa werden in einer reinen Verpaarung gezüchtet. Showa mit Purachina wurden, soweit Eizaburou sich zurückerinnert, niemals zur Zucht von Kin Showa eingesetzt.

    Jinbei Koi Farm

    Die Jinbei Koi Farm existiert seit dem Jahre 1960.
    Der Ursprung der Jinbei Sanke liegt in den beiden Koi, die das Ölgemälde auf Seite 244 zeigt. Diese Sanke erwarb Hajme Watanabe von Izumia. Bei dem weiblichen Fisch (auf dem Bild der rechte) konnte sich Izumia erinnern diesen von der Torazo Koi Farm erworben zu haben. Bei dem männlichen Sanke versagte die Erinnerung.
    Zu schlecht war dessen Farbverteilung. An gute oder ausgezeichnete Fische erinnert sich jeder richtige Koi Händler oder Züchter sofort, nur an die wirklich schlechten erinnert man sich nicht. Dieses Sanke Männchen hatte eine so schlechte Farbverteilung, dass dieses Manko seine gute Körperform und seine hevorragende Rotqualität überschattete. Auch die Sumi Qualität dieses männchens war ungewöhnlich gut.


    Eine Eigenart der Nachzuchten dieses besonderen Weibchens war, dass siebzig Prozent der Nachkommen weiblichen Geschlechts waren. Für die Festigung seiner typischen Jinbei Sanke brauchte er lediglich drei Generationen. In den vergangenen Jahren versuchte er immer wieder fremdes Blut in seine Linie einzukreuzen, jedoch scheiterte dieser Versuch immer an der schlechten Qualität der direkten und indirekten Nachzuchten. Diese Erkenntnis teilen mit ihm auch andere Koi Farmen in Japan. So berichtete auch der Kohaku Züchter Hasegawa, dass er versuchte Jinbei Sanke mit der Sadazo Sanke Linie zu kreuzen, ebenfalls ohne Erfolg. Bis heute hält Jinbei die Qualität seiner Fische auf einem sehr hohen Niveau, ohne jedes weitere Einkreuzen. Trotz ihrer direkten Abstammung sind Jinbei Sanke in der Lage Längen von 85 Zentimeter zu erreichen.

    Sogar Längen von bis zu 90 Zentimeter wären möglich wenn man bei der Selektion der Jungtiere von der absoluten Qualität Abstand nehmen würde und das Augenmerk verstärkt auf deren Wachstumspotential richten würde. Hajme Watanabe geht mit seinen züchterischen Absichten den heroischen Weg lieber einen Ausnahmefisch hervorbringen als viele gute Koi, die für ihn nur Mittelmaß sind. Bei dem schweren Erdbeben im Oktober 2004 verlor die Farm alle ihre 25 Sanke Zuchtweibchen. Auch die drei Hauptträger der Linie waren unter den Verlusten. Von den großen Farmen der heutigen Zeit, wie Sakai und Momotaro, hält der traditionsbewusste Herr nichts. Er mag keine künstlich hochgepuschten Tiere. Sein Weg ist es die natürliche Kraft der wilden Karpfen in seinen Koi Nachzuchten wieder zu finden.

    Isa

    Hajime Isa ist heute 64 Jahre alt und Vorsitzender der Shinkokai Niigata. Die Shinkokai ist eine Vereinigung der Koi Händler und Koi Züchter. Er ist auch gewählter Sprecher der Züchter. Seine Aufgabe ist die Lobbyarbeit gegenüber der Regierung und den Medien. Er bereitet die Nogyosai, die Züchterausstellung in Niigata vor. Sie ist neben der Shinkokai All Japan Tokyo Show und der Airinkai Combinated Tokyo Koi Show die dritte der drei großen Koi Wettbewerbe. Nach dem großen Erdbeben war er auch für den Schutz der Züchterinteressen und den Verhandlungen mit der Regierung um Ausgleichszahlungen verantwortlich. Isa bestand darauf, dass sein Sohn Mitsunorin nach der High school für einige Jahre die Farm verließ, um Eindrücke von der Welt zu sammel und sich zu finden. Nach zweieinhalb Jahren in Tokyo kehrte Mitsunori zurück und bewirtschaftet nun gemeinsam mit dem Vater die Farm.

    1987 begann er mit der Zucht seiner Showa, für die er heute sehr bekannt ist. Er war an der Zucht echter Qualitäts-fische interessiert und investierte viel in den Kauf geeigneter Elterntiere. Sein Schulfreund Dainichi besaß ein sehr gutes Showa Weibchen, das auf Höhe der Schulterpartie leicht gekrümmt und so mit deformiert war. Dainichii wusste von den Zuchtplänen und setzte den Preis für diesen Showa, trotz der bestehenden Freundschaft, sehr hoch an. Auch er hatte erkannt, dass das deformierte Showa Weibchen einiges an Potenzial zu bieten hatte. Um diesen Fisch zu erwerben, musste Isa seinen besten Kohaku an Dainichi abgeben und noch sehr viel Geld zusätzlich bezahlen. Doch dieses Tier war es ihm wert und er akzeptierte den Kaufpreis. Verpaart mit einem Showa Männchen der Hosokai Koi Farm ist dieses Zuchtpaar der Anfang der heute bekannten Isa Showa Linie.

    Zur Zeit, als Isa mit der Showa Zucht begann, war das Größenwachstum der Showa nicht so ausgeprägt wie das der beiden anderen GoSanke Varietäten Kohaku und Sanke. Showa mussten in den Aufzuchtteichen immer getrennt von Kohaku und Sanke gehalten werden, weil diese mit ihrem besseren Wachstum und gesteigerten Nahrungsbedarf den Showa das Futter wegnahmen und die Showa im Wachstum unterdrückten. Die Showa, die Isa produzierte, hatten dieses Manko jedoch nicht, sie zeigten ein ähnlich gutes Wachstum wie Kohaku und Sanke. In den letzten Jahren hat Isa seine Showa Linie erfolgreich mit anderen Linien gekreuzt und heute gilt der Isa Showa als eigenständige Blutlinie. Merkmale dieser Linie sind die gute Körperform, das ausgezeichnete Größenwachstum und die wuchtige Kopfform.

  • Insgesamt züchtet die Isa Koi Farm mit zehn Zuchtpaaren
  • > 20.000 Tosai
  • > 2.000 Nisai
  • > 200 Sansai.
  • > 20.000 Quadratmeter Zuchtgebiet
  • > 50.000 Quadratmeter Mudponds
  • aufgeteilt in 30 Teiche.

    Hasegawa

    Mitsuo Hasegawa ist Architekt von Beruf und arbeitete bis 2005 im Büro der elterlichen Baufirma. Diese Arbeit forderte von ihm einen Ausgleich, den er in der Natur mit dem Umgang mit Koi fand. Mit der Koi Zucht begann er 1970. Viele Züchter haben Mitszuo Hasegawa beeinflusst, denn die Baufirma der Eltern baute und plante die Fischhäuser der Koi Züchter. So kam er mit den Züchtern geschäftlich zusammen und begegnete diesen auf einer anderen Ebene als die normalen Koi Hobbyzüchter. Den Vater der Torazo Koi Farm, Hiroshi Kawakami, bezeichnet Hasegawa dabei als seinen größten Einfluss.

    Seine Kohaku Zucht gründet sich auf ein Weibchen, das sehr reines Tomoin Blut vererbte. Die Linie seiner Koi Männchen geht auf Manso Blut zurück, sodass er die Merkmale der Tomoin Linie mit den Vorzügen der Manso Linie verpaarte. Das hervorstechende Merkmal der Tomoin Linie ist der schneeweiße Untergrund und das seidig glänzende Rot. Die Manso Linie zeichnet sich durch ihren sehr kraftvollen, hochrückigen Körperbau und ihr enormes Potenzial zum Größenwachstum aus. Diese Merkmale versuchte Hasegawa bei seinen Nachzuchten zu vereinen und zu festigen. Das Tomoin Weibchen besaß ein Kamisori Kiwa während das Manso Männchen über Maruzome Kiwa verfügte. Seine Nachzuchten tragen beide Kiwa Varianten. Auch Hasegawa hält von einem starken, künstlich herbeigeführten Wachstum der Nachzuchten nichts.

    Jumbo Tosai, wie sie von verschiedenen führenden Züchtern produziert werden, sind für ihn nicht von Interesse. Er will seine Fische durch starke Elterntiere und natürliche Haltungsbedin-gungen zu stabiler und dauerhafter Schönheit verhelfen. Seine Tosai sind im ersten Winter nur 8 bis 15 Zentimeter groß. Die Vorgehensweise anderer Farmen, die die Tiere in beheizten Becken mit reiner Sauerstoffeinspeisung schon im ersten Jahr auf über 30 Zentimeter wachsen lassen, lehnt Hasegawa ab. Erwachsene Tiere, die unter solchen Bedingungen aufgezogen wurden können ihre Schönheit nur für sehr kurze Zeit halten. Er möchte, genau wie Dainichii, Koi produzieren, die sich durch kraftvolle Schönheit und natürliche Ausstrahlung auszeichnen. Sein größter Erfolg war es 2003 ein Tomoin Weibchen an die Dainichii Koi Farm verkauft zu haben.

    Mano selbst hatte ihn um einen Fisch gebeten, mit dem er das Tomoin Blut seiner Nachzuchten wieder stärker zum Tragen bringen wollte. Im Jahr 1985 begann Hasegawa auch mit der Zucht von Sanke. Bei diesen Anfängen versuchte er die Kreuzung von Jinbei und Sadazo Blutlinien. Aber auch er musste bald feststellen, dass sich die Jinbei Linie nicht mit anderen Sanke Linien verträgt (siehe hierzu auch Jinbei Koi Farm). Heute züchtet er mit Tieren, die Sadazo und Matsunosuke Blut besitzen. Die Matsunosuke Linie stammt von der Familie Sakai ab, die in den Bergen Niigatas die Yamamatzu Koi Farm betreibt und in Isawa das Isawa Koi Center. Im selben Jahr begann er auch mit der Zucht von Showa. Seine Showa Linie ist mit einem Weibchen der Dainichii Linie und einem Männchen der Kobayashi Linie aufgebaut, das er von Suda erworben hat.

    Omosako Fish Farm Hiroshima

    Bereits der Großvater, Ryuzo Omosako, beschäftigte sich mit der Zierfischzucht. In der Gegend um Hiroshima besuchte er mit seinem Stand kleinere Volksfeste. Seine Attraktion war es, Kinder in einem kleinen Becken nach Goldfischen fischen zu lassen. Die Goldfische stammten aus seiner eigenen Zucht und die Kinder durften, für eine bestimmte Zeit, in dem Becken mit Schöpfkellen nach den Goldfischen fischen. Die gefangenen Goldfische konnten die Kinder behalten, lediglich für die Zeit des Fischens bezahlten sie ein paar Yen. 1970 startete der Großvater Ryuzo Omosako dann mit der Zucht von Go Sanke Varietäten. Sein Sohn Takashi half ihm bei dieser Arbeit und begann mit seiner eigenen Zucht 1980. Er hatte bei einem Kundenbesuch einen besonders großen und schönen Shiro Utsuri gesehen. Dieser hatte 1978 die Airinkai Show in der Kategorie Best Utsurimono gewonnen. Dieses Weibchen stammte aus der Shiro Utsuri Linie der Sakai Fish Farm Hiroshima. Takashi kaufte diesen Shiro Utsuri für seine eigene Zucht.

    Ein Männchen, ebenfalls aus der Sakai Linie und vom gleichen Kunden stammend, sowie ein weiteres Männchen aus Niigata, das er bei dem Händler Gosuke erstanden hatte, bildeten zusammen mit dem Weibchen das Zuchtpaar. Bis 1990 nutzte er diese Verpaarung. 1986 kaufte er ein weiteres sehr großes Weibchen (82 Zentimeter) mit dem Namen Tatsuma, und paarte dieses mit einem Männchen seiner eigenen Zucht, das bei der Niigata Nogyosai den Preis Runner Up Champion gewonnen hatte. Diese Verpaarung brachte zwei sehr gute Champion Fische hervor:Den Champion der Shinkokai 2005, mit Namen Musashi, (Best Utsurimono), und ein Champion der Niigata Nogyosai Champion.Sein ältester Sohn Takayoshi ist heute (2006) 27 Jahre alt. Er kam vor fünf Jahren von einer fünfjährigen Lehre von Dainichi zurück.Der jüngere Bruder Takahiro (25 Jahre) war für drei Jahre in den USA, um bei einem sehr renommierten Händler, Pan Intercom, in der Nähe von Washington, mehr über die ausländischen Märkte zu lernen. 2002 begann die Omosako Koi Farm mit der Zucht von Showa.Der ältere Sohn hatte von Dainichi nach seiner Lehre ein sehr gutes Showa Weibchen erhalten und ein sehr gutes Männchen, ebenfalls aus der Dainichi Linie, in Niigata gekauft.Die beiden weiteren Showa Verpaar-ungen stammen ebenfalls von der Dainichii Linie ab. Auf der Omosako Farm werden die weiblichen Fische zur Zucht abgestreift und anschließend wird der Laich mit dem abgestreiften Samen der Männchen vermischt. In separaten Teichen werden dann die Eier zum Schlupf gebracht.Auf diese Weise ist sehr genau zu bestimmen, von welchem Männchen welche Jungfische abstammen und es ist sehr schnell ersichtlich, welcher männliche Koi mit dem Weibchen harmoniert, beziehungsweise für welche Verpaarung noch nach einem besseren Partner gesucht werden muss.

    Kaneko Koi Farm

    Um das Jahr 1965 begann die Kaneko Koi Farm mit der Zucht von Kohaku. Der heutige Senior, Komei Kaneko, war nebenberuflich Koi Händler und verkaufte vor allem Kawarimono Varietäten aus Niigata in andere Teile des Landes. Seine hauptberufliche Arbeit war der Verkauf von Reiserntemaschinen an die Bauern Niigatas. 1975 brachte die Kaneko Koi Farm einen 15 Zentimeter großen Sanke zur Shinkokai, der den Kokugyo Preis gewann. Im Jahr 1988 gewann die Farm in der Kategorie 35 Zentimeter und 40 Zentimeter Kujaku jeweils den zweiten Platz der Shinkokai. In diesem Jahr änderte sich die Zielsetzung der Farm weg von den Go Sanke Varietäten hin zu Kujaku und Shiro Utsuri. Bis heute sind Shiro Utsuri und Kujaku auch die Zielsetzung der züchterischen Bemühungen auf der Kaneko Koi Farm geblieben. Die Ursprungstiere seiner Kujaku Linie erwarb Kaneko bei der Kosugi Koi Farm in Urakawa.

    Er besuchte die Farm zusammen mit einem seiner Kunden, um Koi der Kosugi Koi Farm zu vermitteln. Kosugi zeigte einige seiner besten Kujaku, erklärte die Qualität und die entsprechenden Kriterien. Von den Fischen begeistert, erwarb Kaneko selbst einige. In den folgenden Jahren befanden sich die beiden Koi Farmen in einem Wettstreit um die beste Qualität der Kujaku Zuchten. Kaneko konnte die Kujaku der Kosugi Farm fünf Jahre für die Zucht verwenden, danach verlor er den männlichen Fisch. In den folgenden Jahren versuchte er die Qualität der metallic orangeroten Zeichnung in Richtung rot zu verbessern. Dies gelang ihm jedoch nur bedingt. Heute zeigen zirka 3 Prozent seiner Kujaku diese auffällige Färbung. Der Ursprung seiner Shiro Utsuri Linie sind Tiere der Moriya Koi Farm in Nagano und der Omosako Koi Farm in Hiroshima.

    Sein Zuchtweibchen stammt aus der Omosako Linie, die Männchen zeigen Merkmale der Moriya Koi Farm. Ziel seiner Shiro Utsuri Zucht war es, sowohl den weißen Untergrund als auch die Sumi Zeichnung zu verbessern. In der Vergangenheit war das allgemeine Ziel der Züchter die Qualität der Tiere zu steigern, die endgültige Größe war noch nicht so sehr von züchterischem Inter-esse wie heute. Mit den Jahren entwickelte sich seine eigene Linie. Heute möchte Kaneko die Qualität seiner Shiro Linie erhalten, sie zu verbessern ist nicht mehr sein Ziel. Mit Qualität erhalten meint er die Linie nicht zu verlieren, keine Inzucht zu betreiben und unerwünschte Fehler fremder Blutlinien nicht in seine eigene Zucht zu integrieren. Zur Blutauffrischung kreuzt er Männchen der Omosako Koi Farm mit ein. Diese Linie neigt jedoch im Alter von drei Jahren dazu unerwünschte, orangefarbene Flecken auszubilden.

    Die Kaneko Koi Farm verfügt über 40.000 Quadratmeter Zuchtgebiet und über rund 50 Mudponds. Im Frühjahr 2005 konnte er zum ersten Mal einen Mudpond von 10.000 Quadratmetern hinzupachten. Sein Sohn Yasuaki wird die Farm eines Tages übernehmen, gelernt hat er das Züchten von Koi von seinem Vater Kaneko. Dieser meint, wenn man in der Niigata Region geboren ist, besteht keine Notwendigkeit andere Koi Farmen im Süden Japans für eine Lehre zu besuchen, da die Farmen Niigatas genügend Anregungen bieten seinen eigenen Weg zu finden.

    Masaki Koi Farm

    Masaki Hiroi begann 1970 mit der Koi Zucht. In seiner Jugend waren Koi allgegenwärtig. Auch sein Vater war Koi Liebhaber und nahm den jungen Masaki schon sehr früh auf Koi Ausstellungen mit. Um das Jahr 1965 begann der Koi Boom in Japan. Auch die wirtschaftliche Lage verbesserte sich, sodass viele Leute in der Lage waren Gärten und Koi Teiche anzulegen. In dieser Zeit war es einfach auch qualitativ schlechte Fische, wie Shiro Muji, zu verkaufen. Die Zucht folgte damals keinen bestimmten Regeln. Die Zuchttiere kaufte man bei dem Züchter, der zur Zeit den besten Ruf hatte und das beste Geschäft machte. Seine ursprüngliche Kohaku Linie erwarb Masaki Hiroi von der Buheta Koi Farm. Die Familie, die diese Tiere züchtete war die Familie Sato, Buheta war lediglich der Hausname. Die Familien Sato und Hiroi sind miteinander verwandt. Die Ursprungstiere, die der Yagozen Koi Farm in den 50er Jahren zu sehr großem Erfolg verhalfen, stammten ebenfalls aus der Buheta Linie. Der Berg Kogouriyama ist seit jeher für seine guten Kohaku berühmt. In dieser Region finden sich sowohl Züchter wie Hansuke mit seiner Tomoin Linie als auch der Standort der Yagozen Koi Farm, die heute leider keine Kohaku mehr züchtet, sondern sich aufgrund der ausländischen Nachfrage auf die Zucht vieler Varietäten ausgerichtet hat. Die ursprüngliche Sanke Linie der Hiroki Koi Farm geht zurück auf ein Jinbei Weibchen verpaart mit einem Matzunosuke Männchen. 1987 begann er auch mit der Zucht von Shiro Utsuri. Die beiden heutigen Zuchtpaare setzen sich zusammen aus Omosako Männchen und je einem Ohya sowie einem Sakai Weibchen. 1992 begann Masaki Hiroi dann auch mit der Zucht von Konjo Asagi. Das Weibchen stammt von der Hosokai Koi Farm und das zugehörige Männchen ist aus seiner eigenen Zucht. Die Asagi Linie ist heute sein Favorit. Die von ihm gezüchteten Asagi können Größen von über 85 Zentimeter erreichen. Seine heutigen Zuchtziele sind die Varietäten Asagi, Shiro Utsuri und Doitsu Kujaku. Er züchtet mit einem Zuchtpaar Asagi, zwei Paaren Shiro Utsuri einem Zuchtpaar Doitsu Kujaku. Insgesamt, mit Kohaku, Sanke und Showa, züchtet er im Sommer mit zirka 15 Verpaarungen.

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